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Willkommen auf den Seiten des VS-Ostbayern

Hier finden Sie umfangreiche Informationen über
unsere Autorinnen und Autoren, Veranstaltungen und Publikationen.

Sehen Sie sich um und nehmen Sie Kontakt zu uns auf,
wenn Sie mehr Informationen wünschen oder an einer
Autorenlesung interessiert sind.





Unsere nächste Veranstaltung:

Donnerstag, 11. Mai 2017, 20.00 Uhr

Verbrannte Bücher – verbannte Dichter

8. Landshuter Gedenklesung mit Musik zur Erinnerung an die Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten im Mai 1933.

Es lesen: Ingrid Kellner, Klaus Kreuzer, Marita A. Panzer und Mirjam Pressler

Moderation: Gernot Häublein

Musikalische Umrahmung: Claudio Temporale, Klarinette

Eine Gemeinschaftsveranstaltung des VS-Ostbayern und des Skulpturenmuseums im Hofberg.

Skulpturenmuseum im Hofberg / Stiftung Koenig
Am Prantlgarten 1, 84028 Landshut, Tel.: 0871/89021



Die zweite R-lesen Veranstaltung findet am
Freitag, 12. Mai 2017, 18.00 Uhr statt.

  • Verbrannte Bücher – verbannte Dichter

  • Lesung zur Erinnerung an die NS Bücherverbrennung
    des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Ostbayern in ver.di, Regionalgruppe Ostbayern.

    Mit: Elfi Hartenstein, Oliver Machander, Marita A. Panzer
    Als Gast: Eva Wanninger, Schülerin des Von-Müller-Gymnasiums

    Ort: Neupfarrkirche Regensburg

    Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe R-lesen in Kooperation mit der Stadt Regensburg, dem Evangelischen Bildungswerk und der Staatlichen Bibliothek Regensburg.



    Zu unseren weiteren »Veranstaltungen





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    Nähere Informationen dazu finden Sie am Ende der Mitgliederliste!




    Ein Großer der deutschen Literatur wird 90

    Der VS gratuliert seinem Mitglied Martin Walser

    Martin Walser, zugleich Mitbegründer des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS), feiert seinen 90. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich einem der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftsteller herausragender Romane und Sprachschöpfer in verschiedenen literarischen Gattungen. Walser hat die Literaturwelt in den vergangenen Jahrzehnten und bis in die Gegenwart nicht nur immer wieder bereichert, sondern sie auch zu heftigen Diskussionen herausgefordert.

    »Martin Walser hat das Verhältnis zwischen Schriftstellern und Gewerkschaften nie als konfliktfrei angesehen«, so die VS-Vorsitzende Eva Leipprand, »und doch war er seit seiner großen Rede 1970 in der Stuttgarter Liederhalle ein unverzichtbarer Unterstützer des VS. Dafür sind wir ihm dankbar.«

    Als unermüdlicher, scharfer Beobachter zeichnet Walser innere Konflikte, menschliche Schwächen, das Scheitern seiner Romanhelden und Antihelden auf. Er war und blieb zugleich ein gesellschaftspolitisch kritischer literarischer Wegbegleiter unserer bundesrepublikanischen Geschichte. So hat er angesichts der deutschen Teilung stets Schmerz empfunden und sagte in seiner Rede »Über ein Geschichtsgefühl« über ein Jahrzehnt nach der Wiedervereinigung: »Wir dürfen uns an die Folgen der Teilung so wenig gewöhnen wie wir uns an die Teilung gewöhnen durften. Wenn Solidarität, dann zuerst mit denen, die immer noch die Folgen dieser Teilung zu tragen haben?«.

    Auch international hat sich Martin Walser stets engagiert zu Wort gemeldet, etwa in den kritischen Aufsätzen zum Vietnam-Krieg. Der Leser sollte sehen, »dass der Autor ununterbrochen reagiert hat ? auf Auschwitz, deutsche Schuld, deutsche Teilung undsoweiter. Das ist für mich die wirkliche Biographie«.

    Er war und ist ein Fürsprecher der Freiheit des Wortes, hat aber missbräuchliche mediale Macht schon zu einer Zeit kritisiert, als noch niemand von »Fake-News« sprach, und vor der Medienmacht eines Berlusconi gewarnt.

    Martin Walser wird nicht nur von einer großen, begeisterten Lesergemeinde verehrt, auch zahlreiche Kolleginnen und Kollegen verdanken ihm Unterstützung, er hat sie entdeckt und ihre Talente gefördert. »Ich war von Anfang an Schriftsteller. Ein Schriftsteller, wenn er halbwegs bei Trost ist, kann nichts anderes sein als ein Schriftsteller«, sagt Martin Walser in seiner Rede »Über Rechtfertigung. Eine Versuchung«. In Zeiten, in denen Meinungen und Urteile, wie es scheint, ganz billig und schnell zu erwerben sind, in denen Gedankengebäude und Wörterbäume viel zu oft der puren Rechthaberei weichen müssen, ist Martin Walsers Gesamtwerk ein kostbares Juwel und bleibendes Lesevergnügen.

    »Nicht zuletzt lehrt und ermahnt uns der großartige Sprachschöpfer vom Bodensee, ?Das Lästige am Intellektuellendasein: man müsste andauernd an der eigenen Verurteilbarkeit mitarbeiten?«, zitiert Imre Török, stellvertretender Vorsitzende des VS aus der Rede Walsers »Über Rechtfertigung, eine Versuchung«.

    Wir wünschen Martin Walser alles Gute zum 90. Geburtstag, Gesundheit und noch viele weitere Jahre des Schaffens!

    Eva Leipprand, Vorsitzende des VS
    Imre Török, Stellvertretender Vorsitzender des VS









     

     

    Literatur in Wanderstiefeln